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Madarassy István
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Ars poetica

ICH MEINE, DAS BILD WIRD NUR ZU BILD,
DIE SKULPTUR ZU SKULPTUR,
DAS SKULPTURENBILD ZU SKULPTURENBILD,
WENN ES MIR GELINGT, DURCH FEUER
UND FLAMME AUCH DIE SEELE
IN SIE HINEINZUSCHMELZEN.

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Vorwort (1/2)

Angesichts der breiten Palette seiner Werke wird der Reichtum seiner künstlerischen Visionen sinnfällig: Goldschmiedearbeiten, Restaurations- und Rekonstruktionsarbeiten (St.-Stephans-Basilika, Innenraum der Pester Redoute, Turulvogel von Tatabánya, das Dreigespann, eine Skulpturengruppe am Gebäude des Museums für Völkerkunde; Kleinplastiken, monumentale und öffentliche Skulpturen, Bilder auf feuerbemalten Kupferplatten; Innenarchitektur-Aufträge; Skulpturen und Graphiken von der biblischen Vergangenheit (Arche Noah, die vier Evangelisten) und von großen historischen wie literarischen Gestalten der nationalen wie europäischen Geschichte und Kultur; Bühnenbilder (Nabucco – Klausenburg); Einrichtungsgegenstände; eine breite Skala von Medaillen.

Die Kunsthistorikerin Katalin Dávid hat aus Anlass einer Ausstellung in der Benediktinerabtei von Tihany erklärt, die Raumplastiken und Reliefs von István Madarassy verleihen den Symbolen der universalen Bildung eine Formulierung durch den künstlerischen Ausdruck. Der Renaissance-Mensch tritt mittels der suggestiven Kraft der Kunstwerke sowie der Hände und Blicke aus dem Glaubens- und Erlebnisgut des Künstlers dadurch hervor, dass in ihm Mensch und Himmel, sakrale und weltliche Werte, Biblisches und Antikes, die Botschaft europäischer und nationaler Lebensinteressen in harmonischer Einheit zur Geltung kommen.

Die Arche Noah oder die vier Evangelisten, besonders aber die Gestalt des Hl. Lukas, lassen sinnfällig werden, dass die Hand des Künstlers – wie er selber schreibt – "von oben" geführt wurde. Daher ein Größtmaß an Liebe und Gesten der Hilfsbereitschaft an der bildhauerischen Darstellung des Schutzpatrons der Ärzte und Maler.

Angesichts der Arche Naoh, dieser Bewunderung hervorrufenden plastischen Darstellung der biblischen Botschaft, fühlte sich der Publizist András Kô, tief bewegt, veranlasst, darüber, was der Künstler dem Betrachter nahe bringen wollte, auch uns nachsinnen zu lassen: über Leben und Tod, Flucht und Freiheit in einer Welt, in der die Segen der Zivilisation die Furcht vor Gottes Strafe schon vertreiben, obwohl sie vergegenwärtigt werden sollte, um die menschlichen wie göttlichen Werte in uns zu wahren und weiterzuführen.

In den Gestalten des Hl. Stephan und seiner Gemahlin, Königin Gisela, brachte der Künstler eine Inspiration von besonderer Überzeugungskraft zum Ausdruck, nämlich die Verteidigung der Einheit von Nation, Europa und Glauben, denn das ist die ... erhaltende Kraft. Als die beiden Figuren in einer Skulpturenausstellung der Öffentlichkeit gezeigt wurden, schlug der Schriftsteller ...

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Vorwort (2/2)

... Tibor Gyurkovics dem Künstler und dem Staatspräsidenten vor, nach Rom zu pilgern, um mit dieser Skulpturengruppe unseren Dank für all das in würdiger Weise zu bekunden, was Rom vor tausend Jahren für die Integration Ungarns, für seine Aufnahme in die Gemeinschaft europäischer Völker getan hatte. Die Pilgerfahrt wurde im Jahre des Millenniums realisiert. Papst Johannes Paul II. und den Pilgern bereitete die Übergabe der Skulpturengruppe beim herzlichen päpstlichen Empfang offensichtlich ein eindruckvolles Erlebnis.

Ein beredtes Beispiel ist dies dafür, was für alltägliche Wunder der Kunstauffassung von István Madarassy, die die europäische, die christliche und die nationale Identität in sich einschließt, entsprangen. Gleichwohl ist das Kunstwerk für den Künstler – wie Tibor Gyurkovics es formuliert hat – in Wirklichkeit nichts als ein Anlass; eine Gelegenheit, in den Gnadenmomenten des Schaffens das Wort des Herrn zu vernehmen. Und der Künstler schildert, wie wir das "göttliche Sein" finden können, oder das, was wir davon gerade zu fassen fähig sind, und das uns selig machen kann.

Vertieft man sich im Bildmaterial, das von Madarassys Kunstwerken im Buch wiedergegeben ist, kann uns ein gewisses Maß an Beseligung sicherlich schon auf dise Weise zuteil werden. Eine solche beglückende Eingebung hat uns der Künstler im Lebensbaum des Hochzeitssaales der Stadt Pápa vermittelt. Denn der Lebensbaum ist auch ein Symbol für die ewige Hoffnung des Menschen: Er entsprießt den tiefen Wurzeln des Menschendaseins, wird zu einem starken Baum, nimmt die Leben stiftende Kraft der Erde mit sich und hält sie gen Himmel.
Aber auch die Bacchus-Gestalten tragen die Botschaft der Lebensfreude der Renaissance, genauso wie die bis an den Rand mit Weintrauben beladenen Bütten.

Madarassy liebt die Farben und er malt sie auch. Eben die Freude an der Farbe ist es, die das nie zuvor gesehene Farbenspiel und die Naturbilder der mit Feuerpinsel gemalten Kupferplattenbilder zu einem besonderen ästhetischen Erlebnis macht.

Der Regenbogen mit sieben Farben, der sich über der auf einem Fels des Ararat gelandeten Arche spannt und deren Volk tröstet, ist im menschlichen Drama ebenfalls ein Symbol für die Leben spendende Hoffnung. Als würde er den Himmel stützen, über dem gerade der Herr seine Entscheidung trifft, damit das Schiff des Menschen in eine gute Richtung steuert.

Ferenc Mádl, professor emeritus

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Skulpturen

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Die Skulptur ein von mehreren seiten tastbarer, umgrenzter Raumkörper ist.

Meine Skulpturen, klein oder gross, werden nicht auf traditionelle weise aus Lehm modelllert und in Gips oder Bronze gegossen, sondern sie entstehen durch biegung,"verknüpfungfi, das heisst, durch schweissung im Feuer. das bezieht sich besonders auf den Kopf und auf die Hande der Skulptur, als wichtige ausdruckformen der künstlerischen aussage.

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Skulpturbild

Skulpturbild

Das "Skulpturbild" ist ein dreidimensionaller, halber Raumkörper, der aus der Ebene
in den Raum hineinragt.

Meine Skulpturbilder sind in Rahmen gefasste Bilder, die aus der Ebene hinausschauen oder hinausgreifen, soweit es die Steigerung der Aussagekraft erfordert.

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Plattenbilden

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"L'immagine su lamina" e una lamina resa malleabile, piegata con il calore.

Sulla superficie a rilievo della lamina compare anche la scultura che si protende oltre
i bordi della stessa al fine di dilatare lo spazio ed esprimersi nella sua completezza.

Nelle lamine ho introdotto un nuovo genere: la "pitiura col pennello di fuoco" con tutii i colori dell'arcobaleno.

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Madarassy
Ars poetica
Vorwort (1/2)
Vorwort (2/2)
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+36 1 319 6419, +36 20 942 9502

istvan.madarassy@gmail.com

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